Ronjas Grübeleien

Ich weiß ja nicht, wie es Euch Vierbeinern so geht, ich für meinen Teil mach mir immer so meine Gedanken, vor allem wenn ich in meinem Körbchen so dahindöse.

Habt Ihr schon mal über Hunde-Arbeit nachgedacht?

Also ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es 5 Kategorien von Hunde-Arbeit gibt.

 

1. Schwerstarbeiter:

Es gibt Kollegen von uns, die ihren Futternapf nur dann gefällt kriegen, wenn sie dafür z. B. in Autos gesteckt werden um dort irgendwelches weißes Pulver zu suchen, was vertrottelte Zweibeiner versteckt haben und nun nicht wiederfinden. Oder andere müssen im Wald nach toten Zweibeinern suchen, jahaa, da hab ich mal zugeguckt, die haben dann Mäntel an und sind an gaaanz langen Leinen angebunden. Dann gibt`s welche, die müssen böse Zweibeiner jagen und wenn`s geht festhalten, die heißen Pozileihunde oder so. Dann gibt`s noch Jagdhunde, die wiederum holen tote Enten aus`m See, weil der Zweibeiner die vom Himmel geschossen hat und nicht richtig gezielt hat. Dann müssen die Kollegen bei Wind und Wetter in den See springen und das tote Ententier rausholen. Ist das nicht ekelig?

 

2. Mitarbeiter:

Mitarbeiter ist sicher da was vieeel Besseres. Mitarbeiter sind nämlich die Hunde unter uns, die mit ihren Zweibeinern mit zu deren Arbeit dürfen. Dort verrichten sie meist leichte Büroarbeit, wie z. B. Papierkorbkontrollen oder arbeiten am Empfang, begrüßen dort Zweibeiner und müssen nur aufpassen, dass sie die nicht durch vorschnelles Ansabbern oder gar Anspringen verkraulen. Ansonsten ist diese Berufsgruppe sehr angesehen.

 

3. Behütete Mitarbeiter

 

Das sind die unter uns, die von Oma oder Opa, Tante oder Onkel tagsüber behütet werden, weil sie eben nicht zu Kategorie 2 gehören und nicht mit ihren Zweibeinern zur Arbeit dürfen. Die können sich auch hier nützlich machen , z. B. kann man Oma die Brille holen oder verstecken *gg *, Opa die Zeitung holen, den Postboten erschrecken und und und.....eben fast alles, nur eben ohne Mama oder Papa. Hat den Vorteil, dass Oma und Opa meistens nicht so streng sind und die Leckerchen eindeutig lockerer sitzen, als daheim. Nachteil daran, alles wird sofort gepetzt, ältere Leute sind eben so.

 

 

4. Freischaffende Mitarbeiter:

Da kann ich mitbellen, ich gehöre eindeutig in Kategorie 4. Also das ist eigentlich eine feine Arbeit. Okay, der Nachteil, manchmal ist man als freischaffender Hund für ein paar Stündchen mal ganz auf sich allein gestellt. Man kann nach Herzenslust in allen Schränken, die man aufkriegt, stöbern, kann Müllstudien betreiben, sich längs und quer auf der Couch räkeln, fernsehen, eben alle Dinge tun, die sonst eventuell neihein und pfui sind. Nachteil hier, hat man wie ich unzuverlässige Zweibeiner, kann es sein, dass die ganz unverhofft in der Tür stehen und sehr hysterisch schreien. Aber was soll`s, no risk, no fun, gelle?

 

 

5. Der arme Hund:

Das ist eine sehr traurige Kategorie. Es gibt wirklich und wahrhaftig Hundekollegen, die den ganzen langen Tag gaaaanz alleine sind, wenn sie viel Glück haben, dann dürfen sie im Haus warten. Aber es gibt auch ganz viele, die müssen draußen warten, bei Wind und Wetter. Die kriegen niemals Leckerchen, die werden fast niemals nicht bekuschelt, mit denen geht niemand ganz lange spazieren. Dann gibt es noch ärmere Hunde, die nämlich gar niemanden haben, die sind in einem Käfig eingesperrt und warten meistens ihr ganzes Leben lang, dass ihre Zweibeiner oder eben auch andere sie doch irgendwann mal wieder abholen. Das find ich ganz schlimm und bin heilfroh, dass ich freischaffender Hund geworden bin.

 

In diesem Sinne verbleibe ich bis zum nächsten Mal

Eure Ronja!     

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